Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Kommunikationsdesigner

Facility Management: Wegeleitsystem » Aufgabenprofile » Kommunikationsdesigner

Funktion und organisatorische Einordnung

Der Kommunikationsdesigner gestaltet visuelle Informationen so, dass sie von den vorgesehenen Nutzern verstanden und wiedererkannt werden können. Bei Wegeleitsystemen entwickelt er insbesondere das grafische Erscheinungsbild, typografische Regeln und die konsistente Gestaltung der Informationsträger. Er arbeitet auf Grundlage einer geklärten Informations- und Wegekonzeption. Die räumliche Zielstruktur und die fachliche Verantwortung für vorgeschriebene Sicherheitskennzeichnung müssen ausdrücklich zugeordnet sein. Für den Betreiber ist die Funktion relevant, weil eine inhaltlich richtige Beschilderung ihren Zweck nur erfüllt, wenn sie im tatsächlichen Nutzungskontext gut wahrnehmbar und verständlich ist. Die Funktion liefert dem Betreiber eine fachlich begründete Planungsgrundlage. Leistungsgrenzen, beteiligte Fachgebiete und erforderliche Freigaben werden im Auftrag festgehalten, damit aus einer Empfehlung keine unbemerkte Ausführungsentscheidung entsteht.

Kommunikationsdesigner gestalten visuelle Botschaften für die Wegführung

Hauptaufgaben und Arbeitsergebnisse

Er analysiert Zielgruppen, Wahrnehmungsbedingungen und vorhandene Gestaltungsregeln. Schrift, Farbe, Symbole und Anordnung werden zu einem konsistenten System entwickelt. Entwürfe berücksichtigen Betrachtungsabstand, Licht, Hintergrund und die verfügbare Fläche. Er erstellt Muster und überprüft deren Lesbarkeit mit geeigneten Nutzern oder Fachstellen. Die Gestaltung wird in Vorlagen und nachvollziehbaren Regeln dokumentiert. Produktionsdaten müssen zu Material und Herstellungsverfahren passen. Bei Erweiterungen unterstützt er eine konsistente Fortführung, damit einzelne neue Schilder nicht schrittweise zu einem widersprüchlichen Gesamteindruck und unterschiedlichen Orientierungsmustern führen. Annahmen werden von bestätigten Bestandsdaten getrennt. Varianten werden einschließlich Betriebsaufwand, Wartungszugang und späterer Änderbarkeit dargestellt; fehlende Informationen erhalten einen Verantwortlichen und einen Termin für die Klärung.

Hauptaufgabe

Konkrete Ausführung

Erwartetes Arbeitsergebnis

Nutzer betrachten

Wahrnehmung und Informationsbedarf erfassen.

Eine geeignete Gestaltungsgrundlage.

Grafik entwickeln

Schrift, Farbe und Symbole abstimmen.

Ein konsistentes Erscheinungsbild.

Lesbarkeit prüfen

Abstand und Licht berücksichtigen.

Gut erkennbare Informationen.

Muster erstellen

Entwürfe unter realen Bedingungen erproben.

Eine überprüfte Gestaltung.

Vorlagen aufbauen

Wiederkehrende Formate definieren.

Ein fortführbares System.

Inhalte abstimmen

Bezeichnungen und Freigaben einholen.

Korrekte Schildinformationen.

Produktion vorbereiten

Daten an Material und Verfahren anpassen.

Verwendbare Herstellungsunterlagen.

Regeln übergeben

Gestaltung und Nutzungsgrundlagen dokumentieren.

Eine verlässliche Weiterentwicklung.

Verantwortung und Befugnisse

Er verantwortet die fachgerechte visuelle Gestaltung innerhalb der bestätigten Anforderungen. Vorgeschriebene Sicherheitszeichen werden nicht aus gestalterischen Gründen beliebig verändert. Aussagen über Barrierefreiheit benötigen geeignete Kriterien und gegebenenfalls weitere Fachkompetenz. Raumbezeichnungen und Zielinhalte werden von den zuständigen Stellen bestätigt. Er ersetzt keine Prüfung von Montage, Statik oder elektrischen Anschlüssen. Ungeeignete Kontraste oder zu kleine Schriften werden auch dann angesprochen, wenn sie einer bevorzugten Gestaltung entsprechen. Die Freigabe einer Grafik muss klar von der Freigabe ihres Inhalts und ihrer baulichen Ausführung getrennt bleiben. Die fachliche Prüfung ersetzt keine rechtlich oder vertraglich erforderliche Genehmigung. Änderungen an bestätigten Grundlagen werden mit ihren Auswirkungen dokumentiert und vor der weiteren Bearbeitung zur Entscheidung vorgelegt.

Zusammenarbeit, Vertretung und besondere Anlässe

Er arbeitet mit Informationsdesign, Architektur, Gebäudebetrieb, Nutzern und den herstellenden Handwerksbetrieben zusammen. Für Musterprüfungen werden reale Standorte oder geeignete vergleichbare Bedingungen genutzt. Die Vertretung benötigt freigegebene Vorlagen, verwendete Schriften und offene Gestaltungsentscheidungen. Besondere Anlässe sind neue Gebäudeteile, Umbenennungen oder eine veränderte visuelle Identität. Bei der Übergabe werden editierbare Grundlagen und Nutzungsrechte im vereinbarten Umfang geklärt. Dadurch kann der Betreiber später Änderungen beauftragen, ohne jedes Mal das gesamte Gestaltungssystem aus einzelnen vorhandenen Schildern rekonstruieren zu müssen. Die Zusammenarbeit umfasst regelmäßige Abstimmungen mit späteren Nutzern und der Betriebsorganisation. Offene Schnittstellen werden anhand konkreter Unterlagen geklärt; zur Vertretung müssen Bearbeitungsstand, Annahmen und Entscheidungen verständlich auffindbar sein.

Qualifikation und Leistungsnachweise

Grundlage ist eine geeignete Ausbildung oder ein Studium im Kommunikationsdesign beziehungsweise eine nachgewiesene entsprechende Gestaltungskompetenz. Erfahrung mit Orientierungssystemen, Typografie und Produktionsvorbereitung ist wesentlich. Der Betreiber bewertet Lesbarkeit, Konsistenz und praktische Verwendbarkeit der Vorlagen. Gute Gestaltung unterstützt unterschiedliche Nutzer und funktioniert auch bei Erweiterungen. Eine optisch auffällige Präsentation ist kein ausreichender Qualitätsnachweis. Entscheidend ist, dass die Information am tatsächlichen Ort verständlich bleibt und dass das System mit den vorhandenen technischen, räumlichen und organisatorischen Bedingungen zuverlässig umgesetzt werden kann. Zur Leistungsbewertung gehören Nachvollziehbarkeit, Ausführbarkeit und betriebliche Verwendbarkeit der Ergebnisse. Der Betreiber verlangt geeignete Arbeitsproben und berücksichtigt Erfahrungen aus abgeschlossenen Projekten, insbesondere aus Inbetriebnahme, Betrieb und späteren Änderungen.